Bereits 1989, kurz nach der Entstehung der Städtepartnerschaft, nahmen Hans Spiegel und Johanna Hodel-Fischer im Namen des Hildegardis-Gymnasiums erste Kontakte mit dem Széchenyi István Gymnasium in Sopron auf. Schon beim ersten Besuch in Kempten wurde klar, dass im Rahmen dieser Schulpartnerschaft jährlich ein Schüleraustausch auf Gegenseitigkeit stattfinden sollte. So wurde er auch dieses Jahr zum 31. Mal durchgeführt. Ende der ersten Schulwoche kamen die ungarischen Schülerinnen und Schüler nach einer langen Fahrt zu ihrem einwöchigen Besuch in Kempten an. Nach einem Empfang durch die damalige dritte Bürgermeisterin Frau Groll, gingen wir in die Fasshalle essen. Ein Besuch auf dem Oktoberfest darf zu dieser Zeit des Jahres natürlich auch nicht fehlen. Außerdem durften wir das traditionelle Brezen backen lernen und bekamen eine Führung durch Schloss Neuschwanstein. Es war eine unvergessliche Woche wie auch im Gedicht der ungarischen Schülerin Fédra klar wurde: „[…] | love it here, I really do but have to leave, leave here those, memories we made before, leave the laughter, leave the most, happiness I felt before, leave the people, leave the place, I miss it all […] found the people that I need and found the place I want to live, found a time l won’t forget, and leave it all, It makes me sad.” Doch es war kein „leb wohl”, sondern nur ein „bis bald”, denn knapp 6 Monate später besuchten wir unsere ungarischen Austauschschüler in Sopron. Dort ging unser Besuch nach einem Familientag ebenfalls mit einem Essen und einem Empfang durch den Bürgermeister los. Außerdem haben wir das Wahrzeichen von Sopron, den Feuerturm, besichtigt. Das Highlight der Woche war der Besuch in Budapest. Außerdem haben wir das Traditionelle Käsebrezen und Sesamstangen backen lernen dürfen. Im Eszterházy-Schloss und bei der Stadtführung durch Sopron haben wir viel über die ungarische Geschichte gelernt. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch mehrerer Unterrichtsstunden, unter anderem ein Projekt der 11.B zum Paneuropäischen Picknick.
Nach dem Abschiedsabend und der Verabschiedung von Frau Kolb, welche mehr als 13 Jahre den Austausch geleitet hat und nun leider in Rente geht, ging es für uns nach einer wunderbaren Woche wieder zurück nach Deutschland. Wir waren uns alle einig, dass wir uns, egal ob in Kempten oder Sopron, nach dieser tollen Zeit, die viele Freundschaften und unvergessliche Momente geschaffen hat, wieder sehen müssen.
Vincent Mair
