Der Rote Panda ist ein vom Aussterben bedrohtes Tier, das heute nur noch an den Hängen des Himalaja-Gebirges in Asien lebt. Man findet ihn in den Bergregionen Nepals, Bhutans und Myanmars sowie im Norden Indiens. Eine zweite Art breitete sich vor etwa 250.000 Jahren in die tibetisch-chinesischen Bambuswälder aus.
Der Rote Panda wird auch Katzenbär, Feuerfuchs oder Kleiner Panda genannt. Trotz dieser Namen hat er weder viel mit Füchsen noch mit dem schwarz-weißen Großen Panda gemeinsam. Genetisch ist er eher mit Mardern, Stinktieren und Waschbären verwandt und bildet eine eigene Familie im Tierreich, die der Katzenbären.
Katzenbären leben in Höhen zwischen 1.500 und 4.200 Metern. Insgesamt gibt es weniger als 10.000 Tiere in freier Wildbahn, weshalb die IUCN den Roten Panda als „stark gefährdet“ einstuft. Wilderei, Abholzung und die Überweidung seines Lebensraumes durch Nutztiere haben seinem Bestand stark zugesetzt.
Der Rote Panda wird etwa 120 Zentimeter lang, davon entfallen rund 60 bis 65 Zentimeter auf den Körper und 55 bis 60 Zentimeter auf den buschigen Schwanz. Er wiegt etwa 4 bis 6 Kilogramm und kann in freier Wildbahn ungefähr zehn Jahre alt werden, in Zoos sogar etwas älter.
Im Gegensatz zum Großen Panda frisst der Rote Panda nicht nur Bambus, sondern auch Wurzeln, Beeren sowie gelegentlich Mäuse, Eier oder junge Vögel. Etwa die Hälfte des Tages verbringt er damit, nach Nahrung zu suchen.
Rote Pandas sind sehr geschickte Kletterer. Für ihre Ruhe- und Schlafzeiten suchen sie sich geschützte Plätze in den Bäumen. Sie sind meist Einzelgänger und kommen nur zur Paarungszeit, etwa von Ende Dezember bis Mitte Februar, zusammen.
Für den Menschen sind Rote Pandas nicht gefährlich. Wenn sie sich bedroht fühlen, flüchten sie meist. Können sie einem Angreifer nicht ausweichen, stellen sie sich auf die Hinterbeine, um bedrohlicher zu wirken, und können mit ihren Vorderpfoten Hiebe austeilen. Begegnungen zwischen Menschen und Roten Pandas sind jedoch selten, da die Tiere sehr scheu sind und sich meist in den Baumkronen aufhalten.
Ein Artikel von Amelie Westphalen
